Sweet Leaf spricht nicht von einem bestimmten Ort, sondern von einem Zustand. Tagesende, irgendwo unterwegs. Das Licht schwindet, die Zeit verlangsamt sich, Gefühle treten stärker in den Vordergrund als Gedanken. Der Duft entfaltet sich in diesem schwebenden, etwas verschwommenen Moment, in dem alles langsamer wird.Gleich zu Beginn zeigt sich eine grüne und aromatische Facette, sanft, aber sehr präsent. Sie erinnert sofort an diesen wiedererkennbaren Geruch, ohne jemals ins Rohe oder Karikaturistische zu verfallen. Der Effekt ist diffus, wie ein leichter Rauch, der sich in der Luft ausbreitet.Dann entspannt sich der Duft. Die Noten werden runder, leicht süßlich, fast harzig. Die Stimmung ändert sich, wird behaglicher, intimer, als würde alles sanft dahingleiten.Mit der Zeit legt sich Sweet Leaf auf einen moschusartigen und leicht rauchigen, sehr weichen Hintergrund, der hautnah bleibt. Die Signatur ist entspannt, umhüllend, mit einem echten Gefühl des Loslassens.